Über Iraida
Von der Modedesignerin zur Zuckerblumen-Künstlerin – mit 40 noch einmal ganz von vorn.
Von einer Modedesignerin mit viel Liebe zum Detail
Bevor es die Zuckerblume gab, war ich Modedesignerin. Farben, Formen und Harmonie waren schon immer meine Welt. Die Zuckerblumen haben mich allerdings noch einmal ganz von vorne anfangen lassen.
Die ersten Versuche waren lecker – aber optisch, nun ja: „hässlich wie die Nacht”. Ich musste lernen, Fehler auszuhalten, wieder Schülerin zu sein und mir Schritt für Schritt etwas völlig Neues aufzubauen. Heute entstehen daraus Blumen, bei denen Menschen zunächst kaum glauben können, dass sie tatsächlich essbar sind.
Und genau diese Mischung aus Handwerk, Gestaltung und echter Freude steckt in jedem Strauß.
Aus einer Leidenschaft wurde ein Herzensprojekt
Manchmal beginnt das größte Glück mit dem Mut, noch einmal neu anzufangen.
Hallo, ich bin Iraida – die kreativen Hände und das Herz hinter meinen essbaren Zuckerblumen.
Schon immer haben mich Farben, Formen und schöne Dinge fasziniert. Als Modedesignerin durfte ich meine Kreativität ausleben. Doch irgendwann spürte ich, dass noch etwas anderes in mir schlummerte. Etwas, das nicht nur schön aussehen, sondern Menschen auf ganz besondere Weise glücklich machen sollte.
Dann entdeckte ich die Welt der essbaren Zuckerblumen. Zarte Blüten, die aussehen wie kleine Kunstwerke und gleichzeitig eine süße Überraschung bereithalten. Ich war sofort fasziniert. Doch bis aus meinen ersten Versuchen wirklich schöne Blumen wurden, war es ein weiter Weg.
Meine ersten Blumen? Lecker waren sie schon, aber optisch, wie ich heute lachend sage, „hässlich wie die Nacht“. Ich musste wieder lernen, Anfängerin zu sein, Fehler zu akzeptieren und geduldig weiterzumachen. Und genau darin lag etwas unglaublich Wertvolles: die Freude, jeden Tag ein kleines Stück besser zu werden.
Eine Frage, die alles verändert hat
Eines Tages fragte mich mein Kind: „Mama, warum musst du eigentlich arbeiten?“ Ohne lange nachzudenken, antwortete ich: „Weil ich da Geld verdiene.“
Doch plötzlich hörte ich meine eigenen Worte und wurde nachdenklich. Sollte Arbeit wirklich nur bedeuten, Geld verdienen zu müssen? Zu meinem 40. Geburtstag nahm ich mir etwas Besonderes vor: Ich möchte etwas tun, das mich erfüllt. Etwas, bei dem ich morgens aufstehe und mich auf den Tag freue.
Mit meinen Zuckerblumen habe ich genau das gefunden. Heute steckt in jeder Blüte nicht nur viel Handarbeit, sondern auch ein kleines Stück meiner eigenen Geschichte.
Mit Liebe gemacht, um Freude zu schenken
Jede Zuckerblume entsteht mit Geduld, Fingerspitzengefühl und viel Liebe zum Detail. Ich wähle Farben, gestalte Blüten und stelle individuelle Arrangements zusammen. Kein Strauß ist einfach nur ein Produkt – jeder ist eine kleine persönliche Kreation.
Am schönsten ist für mich der Moment, wenn jemand meine Blumen zum ersten Mal sieht und staunend fragt: „Die kann man wirklich essen?“ Dieses Lächeln ist für mich unbezahlbar.
Ich glaube daran, dass man nie zu alt ist, etwas Neues zu beginnen. Dass aus kleinen Ideen etwas Wunderschönes wachsen kann. Und dass die wertvollsten Geschenke diejenigen sind, in denen echte Liebe und Aufmerksamkeit stecken.
Danke, dass du hier bist und ein Teil meiner kleinen blühenden Welt wirst.
Von Herzen, deine Iraida
Warum Zuckerblumen?
„Mama, warum musst du arbeiten?”
Mein Kind fragte mich einmal ehrlich und neugierig: „Mama, warum musst du eigentlich arbeiten?” – und blitzschnell antwortete ich: „Weil ich da Geld verdiene.” Dann hörte ich mich selbst und dachte: Wie traurig ist das? Zu meinem 40. Geburtstag habe ich mir geschworen: Ich möchte nicht mehr arbeiten müssen, damit Geld reinkommt – ich möchte arbeiten, weil es mir Freude macht. Mit den Zuckerblumen habe ich genau das gefunden. Einfach ist es nicht. Aber es macht so viel Freude, und es wird von Tag zu Tag leichter.
Ich wollte meinem Kind nicht mehr sagen, dass ich arbeite, um Geld zu verdienen, sondern dass ich arbeite, weil ich liebe, was ich tue.
Handarbeit, die Zeit braucht
Ein großer Strauß entsteht nicht einfach nebenbei. Allein die Herstellung der Blumen dauert etwa 4–6 Stunden. Dazu kommen Vorbereitung, Verpackung, Kühlung und das anschließende Zusammenstellen des individuellen Straußes.
Die Masse ist empfindlich und verlangt viel Fingerspitzengefühl: Sie darf weder zu flüssig noch zu fest sein. Nach dem Formen werden die Blumen gekühlt, aus den Formen gelöst und mehrere Stunden getrocknet. Erst danach werden sie zu einem individuellen Blumenstrauß arrangiert.
Die Lehre für andere
Du musst nicht schon alles können, um anzufangen. Du darfst Schülerin sein, auch wenn du in deinem alten Leben die Expertin warst. Und manchmal sehen die Menschen um dich herum dein Leuchten früher als du selbst.

